Foto: Ein junger Mann liegt bewusstlos auf einer Wiese. Ein DRK-Mitarbeiter mit Koffer nähert sich dem Patienten. Am Rande des Fotos ist ein Fahrzeug des Deutschen Roten Kreuzes zu sehen.
Foto: A. Zelck / DRKS

First Responder: Professionelle ehrenamtliche Ersthelfer

"First Responder" bedeutet erste Hilfe vor Ort, Ersthelfer und professionelle Nachbarschaftshilfe. Sie sind ein zusätzliches Glied in der Rettungskette. Gut ausgebildete, freiwillige Helfer unseres Ortsvereins überbrücken als First Responder die therapiefreie Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes oder Rettungsdienstes.

Das bedeutet: Wenn bei einem Notfall das nächste Rettungsfahrzeug noch im Einsatz oder der Notfallort durch die ehrenamtlichen Helfer schneller als für den Rettungsdienst zu erreichen ist, alarmiert die zuständige Rettungsleitstelle zusätzlich zum Rettungsdienst den First Responder. Dieser fährt meist mit seinem privaten PKW an den Notfallort und beginnt mit der Versorgung des Patienten bis der Rettungsdienst eintrifft.

First Responder führen entsprechende lebenserhaltende Basismaßnahmen durch, wie z.B. Herz-Lungen-Wiederbelebung, Lagerung des Patienten, Betreuung, blutstillende Maßnahmen usw. Eine wichtige Aufgabe ist auch die entsprechende frühe Rückmeldung an die Leitstelle.
In St. Leon sind 3 Gruppen mit je 3 Mitgliedern für den Bereitschaftsdienst im wöchtentlichen Wechsel verantwortlich, insgesamt stehen 10 ausgebildete ehrenamtliche Helfer unter der Führung von Bereitschaftsleiter Michael Hartmann zur Verfügung.

Vorteile des HvO-Systems:

  • Schnelle, lebensrettende Hilfe durch kurze Anfahrtswege und Ortskunde
  • Frühzeitige Lagemeldung und evtl. Nachalarmierung (z.B. Notarzt)
  • Qualifizierte Hilfe durch erfahrene Helfer und umfangreiche Ausrüstung
    (unsere Helfer verfügen über die Ausbildung zum Sanitäter bzw. zum Rettungsassistenten.)

Wie finanziert sich das HvO-System?

  • Die Helfer leisten den Dienst rein ehrenamtlich in ihrer Freizeit
  • Für den Patienten entstehen keinerlei zusätzliche Kosten!  ( die Kassen sehen hierfür übrigens keinerlei Anlass zur Unterstützung! )
  • Die Kosten für die Ausbildung, Ausrüstung und Materialien  trägt der jeweilige DRK Ortsverein selbst,  somit sind wir auf ihre Spende  angewiesen!

Folgendes Material steht zur Verfügung:

  • Notfall-Rucksack
  • Blutdruckmessgerät + Stethoskop
  • Blutzuckermessgerät
  • SpO2 Sauerstoffmessung
  • Pupillenleuchte
  • manuelle Absaugmöglichkeit
  • Beatmungsbeutel + Masken
  • Oxy Bag ( Sauerstoffflasche )
  • Larynx-Tuben Gr. gelb, rot, lila
  • Infusionen
  • Rettungsdecken
  • Verbandmaterial
  • (Kleider-)Schere
  • Einmalhandschuhe
  • HWS-Immobilisation (Stifneck variabel)
  • Digitaler Meldeempfänger (DME)

Ausbildung

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Die Ausbildung umfasst einen Erste Hilfe Kurs mit 8 Doppelstunden und eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden. Dazu kommt eine zusätzliche Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrilation. Durch das Mitfahren auf Rettungswagen werden praktische Erfahrungen ausgebaut und ergänzt. Selbstverständlich bilden sich unsere First Responder ständig fort.

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Anprechpartner

Herr
Michael Hartmann

Bereitschaftsleiter
DRK Bereitschaft St. Leon

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